Parasite 2023 mixed Media various dimentions circa 1.8 meters in length plywood, wood, tree roots, existing painting oil on canvas with polyester resin and fabrik, lycra and rubber straps, silicon.
This work is a journey backwards in time: a journey of self observation. a laying to rest of certain aspects of my artistic path, and an acknowledgement of aspects of soul.
Firstly the work has the shape of a coffin
secondly inside there is an old soft Porn painting dating from 2005 or 2006 that is laminated and broken and viewable through two peep-holes. The work definitely has funeral associations and is presented as if in a funeral parlour.
What does it mean for me as a pivotal work?
This was the work where i said firmly goodbye to any pretensions that i am a painter. Although i did a training as painter in a academy in New York. It was a dalliance, a time waste, that over many years has cost me, in terms of focus, both for myself and for my public and other "Observers" but also my whole way of working is to be found in this work. so many things have come into a confluence: Firstly the painting itself underwent many changes: she was altered, i changed the hands, and then she was drowned in a watery world with petals, ( a Pirelli Ophelia?) and the Peepholes come from a visit as teenager to a warship, a destroyer in New Zealand, on the bridge (control room) where the radar was. With the same silicon Peephole as what i use here . Secondly, if one looks inside to the walls of the coffin one see tree roots, placed vertically that remind me just a little of the thin Manuka bush tree of New Zealand. Often these "Links" or objects find their correct home in such a work.
And of course let us discuss Pornography: i lay into the coffin, into the grave my parasitical nature? my nature of consumerism? of free porn websites and calendars? But the coffin is bound in rubber straps and silicon cloth, so am i really free from this bondage? One revisits ones past but this never provides release.
Deutsch
Parasite 2023, Mischtechnik, verschiedene Maße, ca. 1,8 Meter Länge, Sperrholz, Holz, Baumwurzeln, vorhandenes Gemälde (Öl auf Leinwand) mit Polyesterharz sowie Stoff, Lycra- und Gummibändern, Silikon.
Dieses Werk ist eine Reise zurück in die Vergangenheit: eine Reise der Selbstbeobachtung. Ein Abschied von bestimmten Aspekten meines künstlerischen Weges und eine Anerkennung von Aspekten der Seele.
Erstens hat das Werk die Form eines Sarges.
Zweitens befindet sich darin ein altes Softporno-Gemälde aus den Jahren 2005 oder 2006, das laminiert und zerbrochen ist und durch zwei Gucklöcher betrachtet werden kann. Das Werk weckt zweifellos Assoziationen zu einer Beerdigung und wird so präsentiert, als befände es sich in einem Bestattungsinstitut.
Was bedeutet es für mich als Schlüsselwerk?
Dies war das Werk, mit dem ich mich endgültig von jeglichem Anspruch verabschiedete, ein Maler zu sein. Obwohl ich eine Ausbildung zum Maler an einer Akademie in New York absolviert hatte. Es war ein Zeitvertreib, eine Zeitverschwendung, die mich über viele Jahre hinweg, was den Fokus betrifft, sowohl für mich selbst als auch für mein Publikum und andere „Beobachter“ viel gekostet hat, aber auch meine gesamte Arbeitsweise findet sich in diesem Werk wieder. So viele Dinge sind hier zusammenflossen: Erstens hat das Gemälde selbst viele Veränderungen durchlaufen: Es wurde verändert, ich habe die Hände ausgetauscht, und dann versank es in einer wässrigen Welt mit Blütenblättern (eine Pirelli-Ophelia?), und die Gucklöcher stammen von einem Besuch als Teenager auf einem Kriegsschiff, einem Zerstörer in Neuseeland, auf der Brücke (dem Kontrollraum), wo sich das Radar befand. Mit demselben Silikon-Guckloch, wie ich es hier verwende. Zweitens: Wenn man in das Innere auf die Wände des Sarges schaut, sieht man Baumwurzeln, vertikal angeordnet, die mich ein wenig an den schlanken Manuka-Busch Neuseelands erinnern. Oft finden diese „Verbindungen“ oder Objekte in einem solchen Werk ihren richtigen Platz.
Und natürlich sollten wir über Pornografie sprechen: Lege ich meine parasitäre Natur in den Sarg, ins Grab? Meine konsumistische Natur? Die von kostenlosen Pornowebseiten und Kalendern? Aber der Sarg ist mit Gummibändern und Silikonstoff umwickelt – bin ich also wirklich frei von dieser Knechtschaft? Man kehrt in die eigene Vergangenheit zurück, doch das bringt niemals Erlösung.